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Beschreibung:
Aale sind Nachträuber, Tagsüber verstecken sie sich im tiefen
Wasser und führen in Löchern unter Wurzeln und Schlamm ein verborgenes
Dasein. Aale von 5-Pfund sind selten, über 10 Pfund sehr selten.
Niemand wird Schwierigkeiten haben, den schlangengleichen europäischen
Flussaal zu erkennen, der auch als Süßwasseraal bekannt ist. Er hat eine
langen, schleimigen und biegsamen Körper, ein großes Maul, einen
hervortretenden Unterkiefer und zahllose kleine Zähne. Seine Schwanz und
Rückenflossen bilden um den Schwanz herum einen Flossensaum, Lediglich
die kleinen Brustflossen ähneln den Flossen von “normalen" Fischen.
Seine Farbe verändert sich mit dem Alter von gelblich zu silberfarben,
dann zu braun oder schwarz. Die Bauchseite ist weiß.
Die Größe ausgewachsener Aale ist sehr unterschiedlich, Weibliche Aale
werden bis zu 150 Zentimeter lang, männliche 45 bis 60 Zentimeter. Aale
wachsen sehr langsam Etwa im Alter von 12 Jahren sind sie bereit, ihre
Wanderung zu den Laichplätzen im Meer aufzunehmen. Ihre
Geschlechtsorgane entwickeln sich erst im Meer, Bei Aalen ist es
ärgerlich, das sie sich beim Versuch, sich frei zu winden, in der
Angelschnur verheddern und alles mit Schleim bedecken. Wegen ihres
weißen, grätenfreien Fleisches gehören sie jedoch, vor allem geräuchert,
zu den beliebtesten und teuersten Speisefischen überhaupt.
Auf der Suche nach Futter:
Als nächtlicher Räuber und Frischfleischfresser (kein Aas) nutzt
der Aal auf der Jagd nach Beute seinen guten Geruchssinn. (Ein Fingerhut
voll Rosenöl gemischt mit der 58-igsten Menge des Bodensees, erkennt er
sofort wieder.) Er ist ein wählerischer Fresser und ernährt sich
hauptsächlich von Fisch, Krebsen, Würmern und Schnecken. Aale sind
gefürchtete Laichräuber und daher in Forellenbächen unerwünscht.
Es gibt zwei Formen der Aale: Der Breitkopfaal frisst besonders Fische
und große Nährtiere, der Spitzkopfaal frisst Kleintiere wie Würmer und
Schnecken.
Lebenszyklus:
Das faszinierendste an diesem Fisch ist sein ungewöhnlicher
Lebenszyklus. Zwischen dem neunten und dem elften Lebensjahr beginnt die
Vorbereitung auf die Wanderung zu den Laichgebieten. Der Kopf wird
spitzer, die Augen werden größer, sie Seitenlinien deutlich sichtbar
Gleichzeitig hört der Aal zu fressen auf. Der Fisch hat jedoch schon
vorher eine Menge Fett gespeichert von dem er auf seiner langen Reise
ins Meer und zu den Laichplätzen zehrt. Diese Reise kann drei Jahre
dauern und ihn sogar über Land führen, Der Aar schließt dann seine
kleinen Kiemen und versorgt sie mit Wasser, das sich in einer großen
Kiemenhöhle befindet. Sie ist als Schwellung zu beiden Seiten seines
Kopfes erkennbar. Sein Ziel ist der 3000 Meter tiefe Saragassosee in der
Nähe der Bermudas, wo er in großer Tiefe laicht. Nach dem Laichen stirbt
der Aal vermutlich. Trotz modernster Technik ist dies bis heute nicht
erforscht. Nach dem Schlüpfen werden die jungen Aallarven vom Golfstrom
(der Nordatlantikströmung) bis an die Küsten Europas getragen.
Während dieser Reise verändern sie ihr Äußeres von einer blattförmigen
Larve bis zu einem winzigen Glasaal, so genannt, weil sein Körper
transparent ist. Diese Transparenz ist ein Schutz vor Feinden z.B.
Raubvögel und Fischen. Während er sich stromaufwärts in viele
europäische Gewässer windet, wird seine Farbe dunkler.
Die Fanggewässer, Fangzeit und Fangtechnik:
Der Aal ist in allen mit dem Atlantik in Verbindung stehenden
Gewässern zu finden. In abgeschlossenen Seen und Teichen wird er
eingesetzt. Gute Fangplätze sind Krautbeete und alle Plätze, die ihm
Unterschlupf bieten. Er liebt aber auch die Flussströmung.
Am besten beißt er zwischen Mai und August, Die frühen Morgen- und
späten Abendstunden sind besonders erfolgreich. Wo erlaubt, sollte man
die Nachtfischerei wählen. Warme Sommernächte versprechen besten Fang.
Für den Fang ist eine mittelschwere Grundrute mit oder ohne Pose und
Grundblei oder Laufblei geeignet. Die Schnur sollte eine Stärke von 0,35
bis 0,40 mm haben. Das Vorfach (Kevlar) ist möglichst lang mit
Karabinerwirbel zu wählen, Hakengröße fünf bis sechs. Als Köder sind
Rotwürmer oder Mistwürmer (Dendrobena) im Bündel, Tauwurm, kleine
Fische, Krebs- und frisches Rindfleisch zu verwenden
Ein großer Tauwurm ist wie gesagt ideal für den Aalfang mit der Pose.
Neben Mistwürmern (Dendrobenas) eignen sich besonders Laicheier, welche
die Schlangen an Ort und Stelle verschlingen und nicht zu vergessen, das
Fleisch von Wollhandkrabben. In Gewässern, in denen sie Schalentiere
zahlreich vorkommen, zählen sie während der Häutungsphase zur
Lieblingsspeise der Aale.
Tipp:
Vorsicht beim Ausnehmen und Zubereiten von Aalen. Aalblut ist
sehr giftig.
Gelangt es in offene Wunden, kann es zu Brechdurchfall und Lähmungen
führen. Achten Sie deshalb beim Töten des Aales und bei seiner
Zubereitung darauf, dass Sie sich nicht verletzen, Räuchern oder Braten
(73° C) macht das Blut ungiftig.
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